Mach endlich!

Das ist schon ein seltsames Gefühl. Aber es ist ein Gefühl. Das ist ja schon mal was. Seit Stunden sitze ich jetzt schon hier und starre abwechselnd auf meine Füße und auf meinen Hund. Mein Hund, das ist Wanda. Windhundmischling, 12 Jahre alt, Tierheimabsolvent, Freigeist, Dackelhasser und professionelle Schnüfflerin. Sie folgt mir auf Schritt und Tritt. Das hat einerseits mit der Leine zu tun, an der ich sie hinter mir her ziehe, andererseits mit der Loyalität, die nur ein Hund zu empfinden vermag. Ich muss nochmal kurz auf meine Füße starren. Alles ok. Alle Füße sind noch da. Nach unten sehe ich in letzter Zeit oft viel lieber, als nach oben. Oben sind die Arschlöcher. Die Macher. Die Besseren. Die, die denken, sie wären wirklich oben, und das meine...

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Die Ruhe nach dem Sturm

Es ist noch dunkel draußen, als ich das erste Mal wach werde. Die Schmerzen sind stark und stechend, ich greife mir an die Brust, den Bauch, die Nieren. Alles tut mir weh, ich kann es gar nicht richtig lokalisieren oder beschreiben. Es fühlt sich an, wie eine Mischung aus einer nicht enden wollenden Blähung, die sich verkeilt hat und den Folgen eines festen Fußtritts in die Rippen. Ich drehe mich von einer Seite auf die andere, stöhne und fluche in verschiedenen Lautstärken. Gestern hab ich noch gemütlich vor einer Kneipe im Dortmunder Norden gesessen und hatte neben drei Kronen Pils einen leckeren Salat mit gratiniertem Schafskäse, um den Abend abzuschließen. Dabei hätte ich’s belassen sollen. Hab ich aber nicht. Kurz nach 22.00 mache ich mich mit...

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