Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!

Das wird man ja wohl noch sagen dürfen. Ich bin hier schließlich in meinem eigenen Land, da kann man mir nicht den Mund verbieten. Dafür zahle ich schließlich Steuern und außerdem leben wir in einer Demokratie. Also zumindest soll das hier ja eine Demokratie sein. Auch wenn ich momentan und eigentlich schon seit vielen Jahren, ja eigentlich immer schon, den Eindruck hatte, dass hier alles über meinen Kopf hinweg entschieden wird. Mitspracherecht hab ich ja nicht. Die da oben entscheiden und der kleine Mann muss alles schlucken. Und ausbaden. Und bezahlen. Ja, bezahlen muss der kleine Mann alles. Die da oben werden immer fetter und ich muss denen ihren Scheiss bezahlen.

Da kann doch keiner von Gerechtigkeit reden. Schon lange nicht mehr. Hier läuft alles aus dem Ruder. Und wer aufmuckt, kriegt auf’s Maul. Ich hab so die Schnauze voll von dieser Ungerechtigkeit in meinem Land. In meinem eigenen Land. Zu Hause fühle ich mich hier schon lange nicht mehr. Fremd komme ich mir vor, fremd im eigenen Land. Schrecklich. Aber wehe, man sagt was…, dann ist man ja gleich wieder ein…, ach leck mich doch am Arsch!

Sieh dich doch mal um da draußen. Da kann mir doch keiner erzählen, dass das in Ordnung ist. Das geht doch nicht nur mir so. Überall, in allen Städten ist das doch mittlerweile so. Also hier bei mir, in Dortmund, ist es nicht mehr auszuhalten. Dieses ganze scheiss Pack!

Überall! Überall hängt dieser Abschaum rum. Auf den Strassen, in den Clubs, auf der Arbeit. Ich könnte kotzen. Dieses verdammte Scheisspack! Sieh dich mal um in der Nordstadt in Dortmund, da vergeht dir doch alles. Wenn du da ’ne Freundin hast und die will dich abends besuchen kommen, dann musst du die doch an der Bahn abholen. Die kannst du doch nicht ruhigen Gewissens alleine da rumlaufen lassen. Zum Kotzen ist das.

Dieses Scheisspack! Die meisten kommen ja nur hier hin, um Frauen zu belästigen. Und zu klauen. Und betteln. Arbeiten können die doch nicht, sonst könnten sie ja zu Hause arbeiten. Nee, da kommen alle hier hin in unser schönes Deutschland und ficken unsere Weiber und arbeiten in unseren Fabriken. Und wir müssen uns einen wichsen und auf dem Amt nach Hartz4 fragen. Die kacheln im dicken Mercedes durch die Stadt und ich fahre ein Auto, das aussieht wie aus LEGO-Technik zusammengebaut. Das ist doch nicht in Ordnung. Aber wehe, du sagst was gegen dieses Scheisspack, dann bist du ja gleich wieder ein…, ach hör mir auf!

Ich sehe das nicht ein! Ich halte nicht mehr meine Fresse! Ich stehe auf und nenne das Problem beim Namen. Dreckspack, sage ich. Schmarotzer, sage ich. Ja, ich stehe auf und ich sage es jetzt ganz deutlich. Diese verdammten Schweizer und Österreicher sind unser Untergang!

Da könnt ihr mich hassen und mich angreifen, aber ich sage wenigstens, wo das Problem liegt. Diese verfickten Schweizer, bei mir vor der Tür, jeden Tag, jede Woche, immer das Gleiche. Ich gehe raus aus dem Haus und da stehen sie. In ihren Outdoorklamotten. Wie die schon rumlaufen, Angst kriegt man da. Immer in Gruppen, alleine trauen die sich ja nirgendwo hin. In ihren Outdoorklamotten stehen sie zu viert oder fünft vor meiner Bude oder am Kiosk an der Ecke. Sprechen laut in ihrer seltsamen Sprache, die keiner versteht und fressen Toblerone. Den ganzen Tag. Arbeiten muss keiner von denen, die verkaufen da ja wahrscheinlich Toblerone den ganzen Tag. Ich meine, ich hab ja als Jugendlicher auch schon mal Toblerone probiert, aber das an Kinder zu verkaufen und wer weiß, was die denen noch so andrehen. Quatschen dich von der Seite an mit ihrer komischen Sprache. Hört sich an, als müssten die sich gleich übergeben.

Chhh! Chhh! Chhh!

Ekelhaft ist das, zum Chhhotzen! Dann hängen sie überall noch ein „i“ hintendran, das macht doch keinen Sinn. Schochhhki, und Papierli, die sind doch kranchhhk. Dreckspack, kommt hier hin und nimmt uns die Arbeit weg, und die Weiber, wenn sie nicht den ganzen Tag Schochhhki verticken. Die sind doch alle gleich, man kann die gar nicht mehr auseinanderhalten, ob das jetzt Schweizer oder Österreicher sind. Alle gleich!

Anstatt sich anzupassen und sich hier mal zu integrieren, macht man unter sich rum und bildet Ghettos. Immer schön unter sich bleiben, Terror und Hass verbreiten in Deutschland. Die scheiss Österreicher sind nicht besser. Letztens erst wieder am Nordmarkt. Da sitzen sie rum, den ganzen Tag während ich malochen gehe, lassen sich da die Schluchtenscheisser die Sonne auf den faulen Arsch scheinen. Dann geht man da vorbei mit seiner Frau, da rufen die einem hinterher.

„Schaut’s euch mal den Piefke oan…, des kloane Ding würd i oach görn mal oasföhrn!“

Und wenn du dann was sagst, kriegste noch was auf die Fresse von dem Dreckschwein, ich versteh nicht mal, was der genau sagt, aber am Ton hört man schon, dass das nix Nettes ist. Dreckspack.

Als wir in den 70ern die ersten Gastarbeiter aus Holland geholt haben, das war ja noch ok, obwohl die sich ja mittlerweile hier auch vermehrt haben wie die Ratten. Sollten ja nur ein paar Jahre hier arbeiten und dann zurück in die Heimat, jetzt haben die überall Reisebüros und Frikandelbuden.

Aber das waren ja wenigstens noch Arbeiter. Die haben bei Hoesch und Krupp malocht und die haben Arbeiten gemacht, die sonst keiner machen wollte. Die waren nie krank und sehr belastbar. Ne gute Mischung, der Holländer an sich.

Aber die Österreicher und vor allem die verlausten Schweizer, sind für nix zu gebrauchen, reine Parasiten. Ich dreh durch wenn das so weiter geht. Was die sich erlauben, die Affen. Letztens hat hier um die Ecke wieder so ein österreichisches Kaffeehaus aufgemacht. Der Besitzer ist aus der Steiermark, Bergösis nennen die Wiener das. Das sind selbst in ihrer Heimat Menschen zweiter Klasse. Was wollen wir hier mit denen?
Oder nächsten Monat…, da wird in Dortmund eine neue Schweizer Schokoladenfabrik eingeweiht. Als ob es davon hier in der Stadt nicht schon genug gäbe. Das muss man sich mal vorstellen. Versuch das mal bei denen. Wenn du da in der Schweiz ein deutsches Café eröffnen würdest, dann würden die das anzünden und dich öffentlich auf dem Marktplatz hinrichten. So läuft das bei denen.
Aber was machen wir? Bürgerrechtler und Gutmenschen, die mir sagen wollen, dass ein Schweizer die gleichen Rechte hat wie ich und die Österreicher hier nur Fachkräfte hinschicken, die wir auch dringend nötig hätten. Dann wird gesammelt und gespendet, demonstriert und gemacht und getan. Für Schweizer! Für Österreicher! Geht’s noch?

Mein Cousin ist jetzt 25 Jahre alt, lebt von Hartz4 obwohl er nen Gesellenbrief hat und er weiß nicht, woher er Geld für die Weihnachtsgeschenke seines fünfjährigen Sohnes nehmen soll. Da spendet niemand, da gibt es keine Menschenkette. Aber dann wieder ne Feier für die Schweizer in der Suppenküche, von meinem Steuergeld. Aber wehe, du sagst was dagegen, da biste ja gleich wieder ein…, ach leckt mich doch alle am Arsch.
Da kann man nur noch den Kopf schütteln, ändern kannze hier ja eh nix mehr. Da musse in deinem persönlichen Umfeld für normale Bedingungen sorgen, die Bereiche säubern, die du noch selbst kontrollieren kannst. In unserem Haus wohnt kein Schweizer und kein Österreicher und das wird auch so bleiben. Und wenn meine Tochter mit so einem nach Hause kommt, dann steck ich ihm seine Toblerone in den Arsch und schmeiße ihn hochkant raus.
Aber was rege ich mich auf, bringt ja eh nix. Ich kauf nur noch Schokolade aus den USA, meine Uhren sind von Glashütte aus Deutschland und Milka, Schweizer Taschenmesser, Almdudler, Nespresso und der ganze fremdländische Scheiss kommt mir nicht in die Bude. Das ist doch mein gutes Recht und DAS wird man ja wohl noch sagen dürfen…!

6 Kommentare

  1. JudgeDark
    Apr 1, 2014

    Hallo Sascha,
    vor etwa zwei Wochen war ich bei Euch im Laden und hab darauf gewartet mir freiwillig Schmerzen zuführen zu lassen; endlich war es wieder soweit, eigentlich krank, wenn es nicht so geil wäre.
    Wir unterhielten uns und Du erzähltest mir von Deinem Buch an dem Du arbeitest und hast mir dann von Deinem Blog erzählt und mir die Addi aufgeschrieben.
    Seither hab ich Deine Werke gelesen, gelacht, nachgedacht, mich gewundert und doch ganz viel Leben in Deinen Texten gefunden. Spontan hatte ich das Bedürfnis im Laden vorbei zu schauen und Dir die Hand zu schütteln und mich bei Dir dafür zu bedanken.
    Dann dachte ich bei mir, ich könnte Dich einfach ein paar Wochen stalken, Dich verfolgen, um Dich dann irgendwann in einem Jägermeister- oder besser noch Pilzrausch zwischen den Rosen beim Nachbarn zu verschleppen, Dich auszuweiden und dann Deine Innereien zu verspeisen, um die Genialität Deiner Schreibweise zu adaptieren.
    Fuck … ich sollte nicht so viel Criminal Minds schauen. Ich bleibe dann beim Händeschütteln und bedanke mich an dieser Stelle bereits für Deine genialen und lebendigen Texte, die mir, egal wie schräg das Thema ist, einfach nur gute Laune bereiten.

    • Bisley
      Apr 2, 2014

      Oh, vielen Dank…, für die Komplimente und natürlich für das Ausweiden wollen. Ein morbides Arschloch wie ich, weiss das zu schätzen. Den Jägermeister können wir gerne mal in die Realität umsetzen, bei dem Rest muss ich passen! 😉

  2. teddy
    Apr 4, 2014

    Er ist politisch informiert
    und weiß, dass jeder Schweizer stört
    dann schmeißt er eine Scheibe ein,
    denn jeder Ösi ist ein Schwein.

    😉

  3. Stefan
    Apr 30, 2014

    Amüsant, herrlich, regt zum nachdenken an, trifft auf meinen Wohnsitz auch zu (wie Arsch auf Eimer??)
    Die Holländer gehen ja echt noch… ab und an nen Frikandel, wer kann sich davon frei sprechen ??? Nuja, nich mein Ding… die Frikandel mein ich… aber wer´s mag… is schon in Ordnung, denk ich.
    Soll ja auch Holländer geben die Schnitzel essen, wenne weißt was ich meine… die meisten sind da schon recht angepasst.
    Nee, aber die Ösis und Chwizer… nee… das geht nu echt nicht so weiter… Fachkräfte… hmmm Facharbeiter wäre ja noch fast gut… aber diese Fachkräfte… da haben wir doch selber genug von in den JVA´s… die nehmen den ehrlichen Gaunern ja nu auch noch die letzten Job´s wech… nee… geht garnicht…
    Im Moment denk ich drüber nach, was wäre angenehmer… Urlaub zu Hause oder Campingurlaub in der Ukraine… hmmm… ich glaube das schwarze Meer ist recht schön im Sommer… is auch sicherer dort…
    Bis dahin… fand Deinen Text sehr erbauend, oder aber (wenn man doch drüber nachdenkt) eben nicht. Gut ist er trotzdem !! Er trifft´s!!
    Gib laut wenn Du mal durch meinen Wohnort kommst, vieleicht kann ich Dir dann noch nen Pilsken anne Bude ausgeben…

    Gruß aus Essen
    Stefan

    • J.Schmidt
      Dez 25, 2014

      Ihre Nachricht …hat man euch mit einem Bohrhammer das Gehirn aufgebohrt, wir brauchen kein Drekspack die ficken auf Teufel komm raus und dann schiken diese Affen ihre Brut nachEuropa, nee Danke

      • Bisley
        Dez 31, 2014

        Hallo Herr oder Frau Schmidt, da ich davon ausgehe, daß der Name erfunden ist, nenne ich sie einfach mit ihrer IP, die da lautet 77.47.111.141
        Mal ganz davon abgesehen, daß sie die beiden Platzhalterworte „Ihre Nachricht“ in ihren Text mit eingebaut haben, können sie stolze sieben Fehler in einem Satz mit 29 Wörtern unterbringen. Dafür erstmal meinen Respekt.
        Was ich jetzt nicht verstehe…, sollen diese „Affen“ hier nicht ficken oder sollen sie danach ihre „Brut“ nicht hierhin schicken? Ist ein Bohrhammer in der Lage, diese Frage zu beantworten? Warum kommt der Teufel raus beim Koitus und wer hat nach der Geburt vergessen, ihnen das Kissen ins Gesicht zu drücken?
        Fragen über Fragen…

Kommentar absenden