Encore une fois

Was, wenn das alles gar nicht geschehen ist? Was, wenn ich mich irre? Was, wenn das alles ein Spiegel meiner Wünsche war? Was dann? Was kommt dann jetzt?

Fängt alles von vorn an, mit den gleichen Momenten, mit den gleichen Gefühlen, mit den gleichen Erwartungen? Oder ist alles anders. Aufregend neu, beeindruckend in seiner Kraft und ohne Boden für alle? Stehe ich da und sehe zu oder mache ich mit, bäume mich auf und blecke meine Zähne? Spiele ich überhaupt noch mit oder wurde ich schon ausgewechselt in dem großen Plan. Passe ich da überhaupt noch rein?
Wer will denn sowas? Wer will denn Jahrzehnte über Jahrzehnte, Generationen über Generationen in einer Wiederholung mitspielen wenn man nach der Aufzeichnung schon rausgeschnitten wurde? Mir platzt der Kopf. Das Wetter erledigt den Rest. Ich habe aufgehört zu essen und warte auf den Schlag ins Gesicht. Nichts passiert. Das gleiche jeden Tag. Der Abspann läuft durch und wird länger anstatt zu enden. Im Kino wäre ich längst rausgerannt. Aber das Kino gibt es wahrscheinlich auch nicht wirklich.
Die Muskeln, die noch da sind, schmerzen und drücken mich in mein Sofa, dass ich längst verkauft habe. Verdammt, was passiert hier bloß? Das kann ja gar nicht echt sein. Ein Traum. Ganz sicher.

Nach dem Aufwachen gehe ich etwas essen, nur eine Kleinigkeit, dann sieht die Welt schon wieder ganz anders aus. Das hoffe ich, denn so wie sie jetzt ist, kann sie nicht bleiben.

1 Kommentar

  1. Oliversum
    Mrz 14, 2014

    Er schwebte auf das Leuchten zu. Es stimmte: Der Tunnel, das helle Licht. Nun war es also vorbei. Eine Stimme ertönte: „Es ist ein Junge!“

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