Füttere mich!

Es fällt mir schwer meinen Blick von der kleinen, speckigen Hand abzuwenden, die in kreisenden Bewegungen die Scheibe der Wursttheke streichelt. Ich schätze sie auf sieben, maximal acht Jahre. Sie steht vor dem Fleischaltar und verzieht das Gesicht zu einem definitiv angelernten Weinkrampf, der immer abrupt unterbrochen wird wenn die Fleischereifachverkäuferin in die Theke greift um Wurst daraus abzuwiegen. Dann huscht ein kurzes Lächeln über das geschwollene Kindergesicht und die Augen weiten sich erwartungsvoll in der Annahme, daß die gerade bewegte Wurstsorte für sie selbst bestimmt sei. Die Mutter, oder in diesem Fall der „Feeder“ lächelt mich mit einem Blick an, der mir anscheinend vermitteln soll, daß die Kleine gaaaaanz süß aussieht wenn sie...

Mehr