Another day, another dollar!

….here we go, die Phrasen gehen mir etwas auf den Sack, wenn ich ehrlich bin! Awesome, Dude/oh, nice, man!/this is ridicoulous/nice to meet u/Germany, cool!/take care, and so on!

Ich war schon in LA und jetzt in NY, die Phrasen sind die gleichen, ewig interessiert und ewig freundlich. Ist das aufgesetzt oder einfach nur nett? Ich kann’s nicht bestimmen. Auf jeden Fall ist es ungewohnt. In Deutschland gibt es zum Bier einen Strich auf den aufgeweichten Deckel und keinen Dialog mit Phillip, dem Barkeeper, der seit 3 Jahren hier wohnt und noch nie über die Brooklyn Bridge gelatscht ist, ich bin seit 3 Tagen hier und hab das Monster aus verrostetem Stahl und gammeligem Holz schon zwei mal bezwungen!

Überhaupt ist hier alles anders, Gott sei Dank, was für ’ne Art Urlaub wäre das, wenn alles so wär wie zu Hause? Trotzdem erwische ich mich immer wieder beim Kopfschütteln. Über die Typen, die nicht einparken können, über den Enthusiasmus bei kurzen Ausschnitten von Basketballspielen, deren Protagonisten ich nicht mal ansatzweise kenne.

Amerika ist nett…, so wie der Typ, der meinen Müll abholt, wie Dense sagen würde. Nett und aufregend anders, voll mit Überfluss, wie die 34 Napkins, die dir die Angstellte vom „pret a manger“ in die Tüte wirft, obwohl du nur einen Apple-Cranberry Juice gekauft hast. Nett wie der Typ an der Kasse vom Wal Mart, der fragt, wie es dir geht obwohl er gar keine Antwort hören will. Nett wie der Polizist, der dir erklärt, dass Jaywalking 20$ kostet obwohl du dir nicht vorstellen kannst, dass das Überqueren einer unbeampelten Kreuzung strafbar sein könnte wenn Du dich in einem Land befindest, das Kriege gegen Länder führt, die sie nicht mal mit dem Finger auf der Landkarte finden würden.

Trotz allem liebe ich…, oh Gott, jetzt fange ich auch schon mit den amerikanischen Gigantismen an…., den Way of life der Exil-Holländer. Irgendwie ungezwungen und beschränkt, open minded und borniert, lebenslustig und depressiv. Eigentlich wie zu Hause….

Ich glaub, ich hol mir jetzt ’ne Latte bei Starbucks, geb dem Crack-Nigger ’n Buck und freu mich, daß ich überhaupt die Möglichkeit habe mich so zu bewegen, wie es mir passt. Denn damit zähle ich zu den glücklichen 10% der Weltbevölkerung!

AWESOME!!!!!!!!!

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